Vom 11. bis 16. Mai 2020 läuft zum dritten Mal die deutschlandweite Aktionswoche zur Kindertagespflege.

Vom 11. bis 16. Mai 2020 läuft zum dritten Mal die deutschlandweite Aktionswoche zur Kindertagespflege.

Initiator ist der Bundesverband für Kindertagespflege, der damit öffentlich machen will, was die Kindertagespflege als gleichwertiges Betreuungsangebot für die frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung leistet.
Aufgrund der Corona-Pandemie veranstaltet das Familien- und Kinderservicebüro Salzhemmendorf dieses Jahr keine Aktion. Gerade in der aktuellen Situation wird aber der Stellenwert der frühkindlichen Bildung und Betreuung deutlich.
Seit dem 11. Mai 2020 dürfen Tagespflegepersonen in Niedersachsen nach nun acht Wochen Notbetrieb wieder regulär arbeiten. Acht Wochen sind insbesondere für Kinder unter drei Jahren eine lange Zeit. Bei manchen Kindern wird die Wiedereingewöhnung sicher etwas länger dauern, andere werden sich freuen, ihre Spielkamerad/innen wieder zu sehen und sich schnell im gewohnten Tagesablauf wieder einfinden. Eltern von Kindern in der Tagespflege können nun also erst einmal aufatmen.

Viele Eltern haben aber nicht das Glück, ihre Kinder wieder in die Kita bringen zu können und müssen Beruf und Kinderbetreuung anderweitig versuchen zu vereinbaren. Vielleicht lohnt es sich, gerade jetzt einmal darüber nachzudenken, selbst als Tagespflegeperson aktiv zu werden. Denn als Tagespflegeperson besteht die Möglichkeit, zusätzlich zu eigenen Kindern bis zu fünf Tageskinder gleichzeitig zu betreuen und so für den eigenen Lebensunterhalt zu sorgen. Manch einer wird in der aktuellen Lage möglicherweise feststellen, dass es große Freude bereitet, Kinder zu fördern und mit ihnen gemeinsam Neues zu entdecken. Doch gleichzeitig werden sich Frage ergeben: „Kann man davon leben? Welche Voraussetzungen muss ich dafür erfüllen?“ Schade, dass der zum Thema „Selbstständigkeit in der Kindertagespflege“ für diese Woche geplante Vortrag in Hameln verschoben werden musste. Hier bestünde sonst eine gute Gelegenheit, sich über die Möglichkeiten zu informieren.

Voraussetzung für die Tätigkeit als Tagespflegeperson ist eine Qualifikation. Sofern keine pädagogische Vorqualifizierung besteht, muss ein Qualifizierungskurs absolviert werden. Dieser wird in Kooperation des Landkreises Hameln-Pyrmont, des Jobcenters Hameln-Pyrmont, von Kindertagesstätten und Betreuungseinrichtungen und der kommunalen Familien- und Kinderservicebüros bei der „Impuls“ gGmbH durchgeführt. Er umfasst aktuell 440 Stunden Unterricht zzgl. 125 Stunden Praktikum und einen Erste-Hilfe-Kurs am Kind. Der Unterricht richtet sich nach dem DJI-Curriculum und findet ca. sechs Monate lang Montag bis Mittwoch in der Zeit von 08.30 bis 12.45 Uhr bei der Impuls gGmbH in Hameln statt; das Praktikum wird Donnerstag und Freitag von ca. 08.00 bis 13.00 Uhr in der jeweiligen Einrichtung absolviert.


Themen sind u. a. die unterschiedlichen Perspektiven der Tagespflegeperson, des Tageskindes und der Eltern, rechtliche und finanzielle Grundlagen der Kindertagespflege, Umgang mit Gefahrenquellen, Arbeitsbedingungen der Tagespflegeperson sowie die Themen Ernährung, Erziehung, Bildung und Betreuung, Kooperation und Kommunikation, usw.
Der aktuelle Qualifizierungskurs, der aufgrund der Corona-Pandemie ruhen musste, wäre eigentlich in diesen Tagen beendet worden. Insofern ist unklar, wann ein neuer Kurs starten wird.
Nähere Informationen sowie Beratung rund um das Thema Kindertagespflege erhalten Interessierte im Familien- und Kinderservicebüro bei Katharina Sander unter Tel. 05153/808-52 oder E-Mail: sander@salzhemmendorf.de.
Servicezeiten des Familien- und Kinderservicebüros: Montag – Freitag 9.00 – 11.30 Uhr und gerne auch nach Vereinbarung.
Foto: oh/ddimitrova

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