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Hinweise zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit (BT) ist eine Viruserkrankung bei Wiederkäuern wie Schafen, Ziegen, Rindern, Alpakas und Lamas und Wildwiederkäuern.

Die Blauzungenkrankheit (BT) ist eine Viruserkrankung bei Wiederkäuern wie Schafen, Ziegen, Rindern, Alpakas und Lamas und Wildwiederkäuern.

Auch wenn es im Landkreis Hameln-Pyrmont bisher noch keine Nachweise gege­ben hat, breitet sich die Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit des Serotyps-3 (BTV-3) seit Oktober 2023 in Niedersachsen aus. Das Land Niedersachsen hat dadurch den Status „seuchenfrei“ verloren. Damit ver­bunden sind Einschränkungen beim Handel und beim Verbringen von Wie­derkäuern. Empfänglich sind alle Wiederkäuer, insbesondere Schafe und Lämmer kön­nen schwer daran erkranken und auch versterben. Von der Erkrankung be­troffene Tiere haben Fieber, wirken matt und können lahmen. Im Maul- und Klauenbereich können sich Bläschen bilden. Typisch sind Speichelfluss und eine geschwollene blaue Zunge. Einen zugelassenen Impfstoff gegen den BTV Serotyp 3 gibt es zurzeit in Europa nicht. 

Gemäß der Zweiten Verordnung über bestimmte Impfstoffe zum Schutz vor der Blauzungenkrankheit (BTV-3 ImpfgestattungsV), die am 07.06.2024 in Kraft trat, ist nun allerdings die Anwendung der in der Verordnung genannten Impfstoffe möglich. Die Verordnung gestattet die Anwendung der drei benannten Impfstoffe, die sich noch im Zulassungsverfahren befinden.

Eine Allgemeinverfügung zur Genehmigung der freiwilligen vorbeugenden Schutzimpfung (Allgemeinverfügung 1/2024 HM-PY) mit den in der Verordnung genannten Impfstoffen wurde am 18.06.2024 vom Landkreis Hameln-Pyrmont auf seiner Homepage veröffentlicht.
Zum Schutz empfänglicher Tiere vor einer Infektion mit dem Virus der Blauzungenkrankheit kommt der Impfung eine besondere Bedeutung zu. Eine Impfung von Schafen, Ziegen und Rindern gegen die Blauzungenkrankheit wird daher dringend empfohlen. In den Niederlanden und Belgien werden die Impfstoffe bereits angewendet.

Die Niedersächsische Tierseuchenkasse gewährt Härtebeihilfe für den Impfstoff für die Anwendung bei Schafen und Ziegen. Ab dem 01.07.2024 entfällt die Härtebeihilfe für Tierverluste, da schwere klinische Verläufe mit der Impfung zu einem Großteil verhindert werden können.
Die Blauzungenkrankheit ist für Menschen völlig ungefährlich. Auch der Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten von Tieren, die möglicherweise in­fiziert sein könnten, ist bedenkenlos“, erklärt Frau Dr. Himmelsbach vom Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung.
Tierhalter können sich hier Blauzungenkrankheit | Tierseucheninfo (niedersachsen.de) über die aktuelle Seuchenlage sowie Verbote und Beschrän­kungen informieren.

Foto: oh/Landkreis Hameln-Pyrmont