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Gesundheitskonferenz 2024 – Heißes Thema, coole Lösungen

Wie sind die Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens im Landkreis Hameln-Pyrmont auf Hitzewellen vorbereitet?

Wie sind die Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens 

im Landkreis Hameln-Pyrmont auf Hitzewellen vorbereitet?

Dieser Frage wurde auf der neunten regionalen Gesundheitskonferenz am 13. März 2024 im Grohnder Fährhaus nachgegangen. 33 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich untereinander zu vernetzen, neuen Input zu bekommen und über Lösungsansätze zu diskutieren.

Die Teilnehmerschaft setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern der ambulanten und stationären Pflege, Kliniken, Wohlfahrtsverbänden, niedergelassenen Medizinern und der kommunalen Verwaltung zusammen. „Es ist toll, dass so viele unterschiedliche Professionen zusammengekommen sind, so hatten wir uns das gewünscht“, erklärt Jacqueline Eigl, Koordinatorin der Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont. Nach einem thematischen Einstieg durch das Grußwort von Kreisrätin Sabine Meißner brachte Janine Sterner von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e.V. alle vor Ort auf denselben Wissensstand zu gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze und den Nutzen von Hitzeaktionsplänen. Sterner erläuterte den Status quo sowie Trendanalysen zu klimatischen Entwicklungen in Niedersachsen und Hameln-Pyrmont. „Ende des Jahrhunderts wird es doppelt so viele Hitzetage geben wie aktuell. Das klingt weit weg, aber Kinder, die jetzt geboren werden, werden diesen Zeitpunkt mit hoher Wahrscheinlichkeit erleben“, so Sterner.

Im Anschluss tauschten sich die Teilnehmenden an vier Stationen über ihr jeweiliges aktuelles Vorgehen bei Hitze, über die internen Kommunikationswege, Schulungsbedarfe und Kooperationsmöglichkeiten aus. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Einrichtungen sind dabei enorm, wie Jaqueline Eigl erklärt: „Einige sind bereits sehr gut vorbereitet und gut aufgestellt, bei anderen gibt es bisher noch keinerlei Strategien. Unsere Aufgabe besteht nun darin, zu schauen, wie wir diese Vielfältigkeit möglicherweise zusammenführen können in eine gemeinsame Strategie.“
Die Ergebnisse aus den Workshops werden nun vom Team der Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont aufgearbeitet und zusammengefasst. Wenn die Ergebnisse den Schluss nahelegen, dass ein gemeinsames, koordiniertes Vorgehen sinnvoll und gewünscht ist, werden voraussichtlich weitere Veranstaltungen folgen, um interdisziplinär einen Hitzeplan zu entwickeln.

Foto: oh/Landkreis Hameln-Pyrmont