Rathaus

Zutritt nur noch mit Termin/Auch Bücherei, Museum und FiZ schließen.

Um eine Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, schränkt die Stadt nun auch ihre Kundenkontakte massiv ein. Ab Montag, 16. März, bleibt das gesamte Rathaus bis auf Weiteres geschlossen. Nur in „dringenden Anliegen“ könne ein Termin nach vorheriger Vereinbarung mit der zuständigen Mitarbeiterin bzw. dem zuständigen Mitarbeiter vergeben werden, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung. Welche Folgen dies für die Briefwahl hat, kann die Stadt nach eigenem Bekunden noch nicht beantworten. „Hier sind wir im Gespräch mit dem Landkreis“, sagt Oberbürgermeister Claudio Griese. Ergebnisse erwartet die Stadt spätestens am Montag. Soziale Kontakte soweit wie möglich einschränken, Gefahren vermeiden – das ist die Devise der Stadt. Dazu gehöre es auch, die Personenzahl in den Wartebereichen des Rathauses zu reduzieren, um sowohl Bürger als auch Mitarbeiter nicht zusätzlichen und vermeidbaren Gefahren auszusetzen. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, in dringenden Fällen Termine für das Bürgeramt telefonisch unter 05151/202-1400 zu vereinbaren (oder per E-Mail unter buergeramt@hameln.de). Außerdem ist eine Online-Terminvergabe auf der städtischen Internetseite unter www.hameln.de/buergeramt möglich. Dringende Termine für die Abteilung Zuwanderung und Wohngeld können unter 05151/202- 1810 oder per E-Mail unter zuwanderungundwohngeld@hameln.de vereinbart werden.

Die Verwaltung wird Kunden, die ohne Termin erscheinen, auf die Möglichkeiten der Terminvergabe hinweisen.

Von der Schließung ist auch das Standesamt betroffen, auch hier kann in dringenden Fällen ein Termin unter der Telefonnummer 05151/2020 (oder per E-Mail unter standesamt@hameln.de) vereinbart werden. Auch das FiZ schließt. Ab sofort bleiben auch die Stadtbücherei, das Museum und das Stadtarchiv geschlossen. Für die Stadtbücherei gilt: Nutzer haben die Möglichkeit, ihre Medien online auf dem Portal der Bücherei zu verlängern. Die Außenrückgabe ist rund um die Uhr geöffnet. Mittlerweile hat die Stadt alle öffentlichen Veranstaltungen in der Rattenfänger-Halle und im Weserbergland-Zentrum bis zum 19. April untersagt. „Die Risikoabwägung lässt uns keine andere Wahl“, begründet OB Griese. Die Gesundheit und der Schutz der Besucher müssten ganz obenan stehen. Karten für abgesagte Veranstaltungen behalten ihre Gültigkeit, die Hameln Marketing und Tourismus GmbH bemüht sich gemeinsam mit dem jeweiligen Veranstalter um Ersatztermine. Die Stadt fordert auch private Veranstalter auf, alle Veranstaltungen mit mehr als 200 Personen abzusagen. 

Ab sofort bleibt das Hallendbad Einsiedlerbach bis auf Weiteres geschlossen, teilt die Aquasport GmbH mit. Die Stadt schließt ebenfalls ab sofort alle Sport- und Turnhallen für Wettkämpfe, Punktspiele und den Trainingsbetrieb.

Entsprechend der Vorgabe des Landes richtet die Stadt in ihren Kindertagesstätten ab Montag eine Notbetreuung ein. Entsprechende Angebote werden auch in den Kitas der freien Träger vorgehalten, ebenso in der Nachmittagsbetreuung der Grundschulen und in den Horten. Die Notbetreuung kann für Kinder in Anspruch genommen werden, deren Eltern in den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit (wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz) tätig sind. Auch „Berufe zur Daseinsvorsorge“ sind mit eingeschlossen.

Die Stadt hat die Mitarbeiter ihrer Kitas sowie die freien Träger gebeten, zunächst unbürokratisch über die Aufnahme der Kinder zu entscheiden, da es den Eltern kurzfristig nicht möglich sein dürfte, die besondere Notwendigkeit schriftlich zu belegen. Um Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu beantworten, verstärkt die Stadt ihr Bürgertelefon und schaltet dafür die Sondertelefonnummer 0800/4263565 (werktags von 9 bis 15 Uhr). Foto: oh/pixabay

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