Pferd

Unersetzliche Helfer des Menschen sind die Pferde in unserer modernen Zeit nur noch selten. Die Beziehung zwischen Mensch und Pferd hat sich weitgehend gewandelt und so sehen wir die edlen Tiere heute verstärkt als treue Freizeitkameraden. Grundlage zur Zusammenarbeit mit dem Pferd ist, dass es seinem Menschen vertraut.

Kein anderes Haustier ist mit der Entfaltung menschlicher Kulturen so eng verflochten wie das Pferd.

Vor ca. 5.000 Jahren zähmte der Mensch das erste Pferd – der Beginn einer komplizierten Beziehung, die bis heute ambivalent ist.
Pferde sind nicht nur edle und schöne Tiere, sondern seit Jahrtausenden wichtige Helfer für den Menschen: Sie tragen ihn über weite Strecken und dienen als Reit-, Last- und Zugtier. Auf seinem Rücken wurden Kontinente entdeckt und Kriege geführt. Auch die industrielle Entwicklung des 18. und 19. Jahrhunderts wäre ohne den Einsatz von Pferden nicht möglich gewesen. Darüber hinaus waren Pferde in der Land- und Forstwirtschaft über Jahrtausende unverzichtbare Helfer.

Pferd

Erst mit der fortschreitenden Maschinisierung konnte im 20. Jahrhundert auf den Arbeitseinsatz von Pferden verzichtet werden.

Heutzutage steht für die Mehrheit der Menschen die Nutzung der Pferde zu Sport- und Freizeitzwecken im Vordergrund. Umgekehrt gibt es aber natürlich auch viele Menschen, die ihr Pferd nicht als Sportgerät ansehen, sondern als Freund und Kamerad.

Durch die Jahrtausende hindurch haben sich die Aufgaben des Pferdes gewandelt – seine Ansprüche an Bewegung, Beschäftigung, Sozialkontakt zu Artgenossen, an eine verhaltensgerechte Unterbringung, angemessene Pflege und eine artgerechte Ernährung sind dagegen gleich geblieben. Genau wie bei zwischenmenschlichen Beziehungen ist bei der Beziehung von Pferd und Mensch ein grundlegendes Vertrauen sehr wichtig.

Pferd

Für das Verhältnis von Mensch und Pferd gilt: Beziehung kommt vor Erziehung.

Pferde reagieren beim Menschen prinzipiell auf Körpersprache und Stimmungen. Grundlage zur Zusammenarbeit mit dem Pferd ist, dass es seinem Menschen vertraut, ihn ernst nimmt, und ihm auch die Führung zutraut und somit im Zweifelsfall gerne überlässt. Durch das Vertrauen entsteht Bindung und Beziehung. Pferde wollen eine klare Rangordnung, sie sorgt für Sicherheit, Berechenbarkeit und die klare Regelung von Zuständigkeiten. Zudem wissen Pferde eine kompetente Führung sehr zu schätzen, vor allem auch jemanden zu haben, der Gefahren einschätzen kann und immer weiß, welche Reaktion gerade gut und angemessen ist.

So hat „Herdenführung“ nicht nur etwas mit Durchsetzungsfähigkeit zu tun, sondern vor allem auch mit Souveränität, Berechenbarkeit und Selbstsicherheit.

Wer dem Pferd gegenüber entsprechend auftritt, hat schon halb gewonnen. Pferde tun nichts, um ihren Menschen zu ärgern, sie verhalten sich immer in ihren Augen angemessen und sind vor allem ehrlich. Damit das Pferd gerne mitarbeitet, muss Vertrauen zum Menschen da sein, eine verständliche Kommunikation und ein generell positives Empfinden von Zusammenarbeit. Dennoch wird man dem Pferd auch vermitteln müssen, was man nicht möchte. Es entsteht eine Beziehung, die – wenn sie einmal aufgebaut ist – ein Leben lang hält! (ts)

Fotos: oh/pixabay.com

 

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