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Finissage-Wochenende im Museum: „Die 1920er Jahre in Bad Pyrmont – Zwischen Inflation und Moderne“

Die aktuelle Sonderausstellung „Die 1920er Jahre in Bad Pyrmont – Zwischen Inflation und Moderne“ endet dieses Wochenende.

Die aktuelle Sonderausstellung „Die 1920er Jahre in Bad Pyrmont – Zwischen Inflation und Moderne“ endet dieses Wochenende mit gleich zwei Veranstaltungen.

Kurz vor Ausstellungsende führt Kuratorin und Museumsleiterin Melanie Mehring am Samstag,  den 29. Juni, um 15 Uhr noch einmal durch die Ausstellung und nimmt die Besucher dabei mit auf eine Reise in eine der faszinierendsten Epochen unserer Geschichte.  Nach der Führung besteht die Möglichkeit den Nachmittag gemeinsam im Kaffeehaus im Schloss auf der Terrasse ausklingen zu lassen und sich bei Kaffee und Kuchen noch ein wenig über die Ausstellung auszutauschen.

Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos.
Der Eintritt ins Museum beträgt 4 Euro (Kurgäste und Schwerbehinderte: 3 €; Schüler, Studenten und Arbeitslose: 2 €;
Museumsvereinsmitglieder und Gäste mit PyrmontPlus Card: frei)
Der Verzehr im Kaffeehaus erfolgt auf eigene Rechnung.

Am Sonntag um 19:30 Uhr endet die Ausstellung mit einem spektakulären Finale: Das Ensemble der Pyrmonter Theater Companie präsentiert einen bunten musikalischen Reigen, mit Schlagern, Liedern und Chansons der Zeit. Mal sprühend voll Witz, mal voller Melancholie oder ein Feuerwerk an Texteinfällen – die Bandbreite der Musik illustriert ein aufregendes Jahrzehnt deutscher Geschichte.
Mit dabei: Judith Guntermann, Lena Inter, Isabella Rapp, Patrizia Margagliotta, Daniel Heck und Jörg Schade. Der musikalische Leiter der Companie Matthias Weibrich begleitet im bewährten Duett mit Lars Hansen am Bass diese bunte Wundertüte aus überdrehter Zeit.

Eintritt: 21,00€
Eintritt Begleitung eines Schwerbehinderten: 10,50€
Schüler/Studenten/Auszubildende: 10,50€
Kartenvorverkauf über Bad Pyrmont Tourismus.

Zur Ausstellung


Vor 100 Jahren veränderte sich das Leben in Deutschland grundlegend: Das Land war gezeichnet durch die Folgen des Ersten Weltkriegs, und die Inflation der frühen 20er Jahre brachte weite Teile der Bevölkerung in existenzielle Nöte. Die Währungsreform im November 1923 beendete die Hyperinflation und ebnete den Weg für ein beispielloses wirtschaftliches Wachstum und die „Goldenen Zwanziger“. Technischer Fortschritt, neue Kommunikationsmittel und Medien, Internationalität, Emanzipation der Frauen und avantgardistische Kunstströmungen faszinieren uns an diesem kurzen Zeitabschnitt bis heute.

Dieses bewegte Jahrzehnt war auch für Bad Pyrmont ein besonderes. Nach dem Ende des Fürstentums Waldeck stand man mitten in der Inflation auch noch vor einer politisch ungewissen Zukunft. Mit dem Anschluss an Preußen und der Gründung der Bad Pyrmont AG erfuhr die Stadt dann einen enormen Entwicklungssprung.
Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf das in vielerlei Hinsicht ambivalente gesellschaftliche, politische und kulturelle Leben Bad Pyrmonts in den 1920er Jahren zwischen Moderne und Tradition, Not und Überfluss, ländlichen Strukturen und den Ansprüchen eines Weltbades.
Mehr auch unter: www.stadt-badpyrmont.de

Foto: oh/STADT BAD PYRMONT