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Kreisweiter Warntag am 6. April 2024

Am kommenden Samstag proben der Landkreis Hameln-Pyrmont und die kreisangehörigen Kommunen erneut den Ernstfall.

Am kommenden Samstag proben der Landkreis Hameln-Pyrmont und die kreisangehörigen Kommunen erneut den Ernstfall.

Mit dem „kreisweiten Warntag“, der an jedem 1. Samstag eines Quartals stattfindet, soll der Öffentlichkeit verdeutlicht werden, mit welchen Warn-Systemen die zuständigen Behörden warnen, wenn eine Großschadenslage oder Katastrophe unmittelbar bevorsteht oder bereits eingetreten ist.

Zur Ankündigung der Probe-Warnung erklingt, wie auch bei den vorigen Warntagen, um 12:00 Uhr zunächst kreisweit das Sirenensignal „Entwarnung“ als einminütiger Dauerton.
Um 12:06 Uhr werden das Sirenensignal „Warnung der Bevölkerung“ als einminütiger auf- und abschwellender Heulton sowie die Warn-App „NINA“ ausgelöst. Zeitgleich werden zusätzlich Informationen über die Social-Media-Kanäle des Landkreises Hameln-Pyrmont und der Kooperativen Rettungsleitstelle Weserbergland (KRL) zur Verfügung gestellt.
Um 12:12 Uhr wird der kreisweite Warntag wiederum mit dem Sirenensignal „Entwarnung“ offiziell beendet.
Einen Zugang zu den Social-Media-Kanälen des Landkreises und der KRL sowie weitere Hinweise zum Thema Warnung der Bevölkerung im Landkreis Hameln-Pyrmont sind hier zu finden www.hameln-pyrmont.de/bevölkerungsschutz

Sollte das Sirenensignal „Warnung der Bevölkerung“ im Ernstfall zu hören sein, werden vom Landkreis Hameln-Pyrmont bestimmte Verhaltensweisen zum Selbstschutz und zur Informationsbeschaffung empfohlen. Diese lauten wie folgt:

  • Ruhe bewahren!
  • Gebäude in massiver Bauweise aufsuchen (oder alternativ z. B. das Auto)
  • Hilfsbedürftige unterstützen
  • Fenster- und Türen schließen, Klima- und Lüftungsanlagen ausschalten
  • Informationen in Rundfunk und Internet suchen (bei Stromausfall: z. B. Autoradio)
  • Warn-App „NINA“ beachten
  • Anweisungen der Einsatzkräfte befolgen
  • Notruf wirklich nur im Notfall anrufen!

„Anlässlich des kommenden Warntags sind wieder alle Bürger aufgerufen, besondere Vorkommnisse im Zusammenhang mit den vorhandenen Sirenen, bspw. technische Defekte, zentral an den Landkreis Hameln-Pyrmont unter
zivilschutz@hameln-pyrmont.de zu melden. Zur schnellstmöglichen Fehlerbeseitigung und Optimierung wird um möglichst exakte Standortangaben und Sachverhaltsbeschreibungen gebeten“, sagt Marvin Schwiegmann, Leiter des Amtes für Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst.

Bereits bekannt ist der Ausfall von insgesamt sechs Sirenen im Kreisgebiet.
Davon befinden sich zwei Sirenen im Gebiet des Flecken Aerzen, in den Ortsteilen Grupenhagen (Brands Koppelweg) und Gellersen (Kirschenstraße). Zwei weitere Sirenen befinden sich auf dem Gebiet der Gemeinde Emmerthal, Ortsteil Ohr und Ortsteil Kirchohsen (Berliner Straße). Darüber hinaus ist der Ausfall von einer Sirene im Gebiet der Stadt Bad Pyrmont, Ortsteil Baarsen, sowie einer Sirene im Gebiet des Flecken Salzhemmdorf, Ortsteil Lauenstein (Salzhemmendorfer Straße), bekannt.

„Diese Sirenen können im Zuge des Warntages somit am Samstag nicht ausgelöst werden“, so Schwiegmann.
Im Zuge des anstehenden Warntages soll gleichzeitig für einen sorgfältigen Umgang mit der Notruf-Nummer 112 und der Notfall-Nummer 116117 des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes sensibilisiert werden. „Bei der Notfallrufnummer 112 handelt es sich dann um die richtige Rufnummer, wenn sich der Patient in einer akuten lebensgefährlichen Situation befindet, die sich meist plötzlich ergibt. Zu diesen Situationen zählen unter anderem Bewusstseinsverlust, lebensgefährliche Verletzungen, Brustschmerzen, Atemnot oder ein Sturz aus großer Höhe“, betont Schwiegmann.

Die Notfall-Nummer 116117 dient hingegen für Situationen, in denen keine akute Lebensgefahr für den Patienten besteht, aber akute gesundheitliche Beschwerden vorliegen. Der Anrufende, der außerhalb der regulären Praxissprechzeiten akut erkrankt ist, wird hierbei zu einem Mitarbeitenden der Leitstelle des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes der KVN durchgestellt.  Am Ende der Befragung wird den Anrufenden die richtige Versorgung empfohlen: Die Hilfesuchenden können warten, bis die Praxis wieder öffnet.

Alternativ können sie mit einem Beratungsarzt/einer Beratungsärztin telefonieren. Oder die Patientinnen und Patienten werden in einer KVN-Bereitschaftsdienstpraxen vorstellig.
Bei immobilen Personen und entsprechender medizinischer Indikation kommt der fahrende Hausbesuchsdienst nach Hause. In der Nacht können Hausbesuche auch bei Menschen ohne Immobilität und bei entsprechender medizinischer Indikation erfolgen, falls die Behandlung keinen Aufschub duldet, aber eine Vorstellung im Krankenhaus nicht erforderlich ist. Notfälle werden direkt an die Rettungsdienste weitergeleitet.

Weitere Informationen zu diesem Thema sind auf der Webseite des Landkreises Hameln-Pyrmont unter https://www.hameln-pyrmont.de/index.php?NavID=3767.26 sowie auf der Webseite des Nds. Landkreistages (NLT) unter https://www.nlt.de/richtige-nummer/#tab-id-1 zu finden.
Die nächsten kreisweiten Warntage finden am 6. Juli 2024 und 5. Oktober 2024 statt.
Der nächste bundesweite Warntag wird am 12. September 2024 stattfinden.

Foto: oh/adobe stock