Falsche Polizeibeamte, Enkeltrick und falsche Gewinnversprechen sind Deliktsphänomene, von denen Jeder schon einmal gehört haben dürfte. Die Opfer sind meist ältere Menschen. Die Polizei spricht daher von „Straftaten zum Nachteil älterer Menschen“.

 

Trotz aktiver Öffentlichkeitsarbeit berichten die Medien nahezu täglich über neue Opfer, die auf die perfide Vorgehensweise der Täter hereingefallen sind. Dabei variieren die Maschen: Mal ist es der Verwandte, mal die Polizei, mal der Bankangestellte oder ein Vertreter einer Behörde, denen es unter verschiedensten Legenden gelingt, die Opfer zum Überweisen oder Abheben sowie Übergeben von Geld zu bewegen. Haben die Täter ihre Opfer erstmal „so weit“, dass sie bereit sind zu zahlen, ist es schon fast zu spät, denn die Opfer gehen nach Anweisung der Täter vor. Sie sollen niemandem sagen, wofür das Geld wirklich ist, welches sie in der Regel erst von einem Geldinstitut abholen müssen.

 

Gerade Senioren nutzen für den Weg zu ihrem Geldinstitut oftmals ein Taxi. An dieser Stelle setzt das Präventions-Team der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden an. Die Beamtinnen und Beamten haben Warnaufkleber entworfen und diese Taxiunternehmen in Hameln zur Verfügung gestellt. Auf diesen Warnaufklebern ist unübersehbar die Überschrift „Achtung Trickbetrug! – Fahren Sie zu Ihrem Geldinstitut, weil Sie angerufen wurden?“ zu lesen. Darunter stehen weitere Schlüsselfragen, welche die Fahrgäste auf dem Weg zur Bank warnen sollen. Wenn nur eine der Schlüsselfragen mit „Ja“ beantwortet wird, sollte man sich schon an die „echte“ Polizei wenden und keinesfalls Geld, wie häufig bei dieser Masche gefordert, überweisen oder abheben und übergeben.

 

Örtliche Taxiunternehmen unterstützen die Aktion und brachten die Warnaufkleber – für Insassen gut sichtbar – an den Rückseiten der Kopfstützen in ihren Taxen an. Die Kontaktbeamten Alexander Huer und Vincent Voigt, die sich für dieses Präventionsprojekt einsetzen und Taxenunternehmen zur Unterstützung des Projektes gewinnen konnten, wissen, dass gerade ältere Menschen, trotz des guten Vorsatzes „Auf so etwas fall ich doch nicht rein“, immer wieder Opfer von Trickbetrügern werden. Polizeioberkommissar Alexander Huer ist überzeugt: „Dieses Projekt ist ein Mosaikstein, der dazu beitragen kann, ältere Menschen davor zu bewahren, ihr Vermögen an skrupellose Kriminelle zu verlieren.“

 

Foto:oh/Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden

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