Hameln darf sich kommendes Jahr als Gastgeberstadt für Athleten aus der Slowakei präsentieren.

Delegation aus der Slowakei reist zu den Special Olympics an

Wir sind dabei! Hameln darf sich kommendes Jahr als Gastgeberstadt für Athleten aus der Slowakei präsentieren. Stadträtin Martina Harms wird die offizielle Urkunde vom Veranstalter der Special Olympics am Samstag während des inklusiven Kinderfestes im Bürgergarten entgegen nehmen.

Berlin wird Austragungsort der weltweit größten inklusiven Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung sein. Vom 17. bis 24. Juni werden sich dann rund 7.000 Athletinnen und Athleten und sogenannte „Unified Partnerinnen und Partner“, also Teams aus Menschen mit und ohne Behinderung, aus 170 Nationen in der deutschen Hauptstadt aufhalten. Doch Deutschland ist viel mehr als nur Berlin. In der Woche vor den Spielen sollen vier Tage lang daher Host Towns jeweils ein internationales Team beherbergen, ihnen die Region vorstellen und zeigen, wie vielseitig Deutschland ist.

„Wir möchten dem slowakischen Team einen unvergesslichen Aufenthalt bescheren und sind schon in den Planungen für das Programm, diese sind aber noch nicht final“, sagt Stadträtin Martina Harms. Überhaupt möglich geworden ist die Bewerbung durch Zusagen der Eugen-Reintjes-Stiftung und des Hamelner Lions Club für eine finanzielle Unterstützung vier Host-Town-Tage. Ins Leben gerufen wurde bereits eine Arbeitsgruppe, die sich um die Vorbereitungen kümmert. Mit dabei sind Schlüsselpersonen aus der Behindertenhilfe, dem Kreissportbund, einer Interessengruppe, dem Theater, dem Tourismus, Feuerwehr, der Stadtverwaltung  und auch zwei engagierte Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Ein absolutes Highlight steht allerdings jetzt schon fest: das olympische Feuer soll in einem Fackellauf auch durch Hameln ziehen.

Oberbürgermeister Claudio Griese freut sich, dass Hameln zum Zug gekommen ist: „Wir haben durch die Qualifikation als Host Town die Chance, durch Begegnungen direkt vor Ort die gesellschaftliche Anerkennung von Menschen mit geistiger Behinderung zu fördern und den Gedanken der Inklusion nachhaltig in der Kommunalpolitik und der Bevölkerung zu verankern.“
Für die Special Olympics sind 22 Kommunen aus Niedersachsen als Host Town ausgewählt worden. Große Städte wie Hannover, Braunschweig und Göttingen oder kleine Gemeinden wie Hatten oder Sottrum sind vertreten. Sie alle werden mit ihren inklusiven Projekten zum Bild Deutschlands in der Welt beitragen.

Hameln geht noch einen Schritt weiter beim Thema Inklusion, denn auch die Bewerbung als Modellkommune für das Projekt „LIVE“ war erfolgreich. Ziel des Projektes: Schaffung von nachhaltigen, inklusiven Strukturen in den Kommunen unter aktiven Einbezug von Menschen mit geistiger Behinderung. Im Rahmen des Projekts sollen auf kommunaler Ebene mehr Bewusstsein und Aufmerksamkeit für den Bedarf von Menschen mit Behinderungen in ihren jeweiligen Lebenswelten geschaffen werden. Dafür wurden bereits im Sommer sieben sogenannte Teilhabe-Berater ausgebildet, die direkt vor Ort unterstützen und Multiplikator zwischen Sportvereinen und Menschen mit Behinderung sein werden. LIVE wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert. Hameln ist eine von 30 ausgewählten Kommunen aus fünf Modellregionen.

Foto: oh/pasja1000

Tags:

Ähnliche Artikel

Keine Ähnliche Artikel

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.