Die Real-Filiale in Hameln kann nicht gerettet werden. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs.

OB Griese spricht mit Vertriebsleitung/Nachfolgelösung im Blick.

Die Real-Filiale in Hameln kann nicht gerettet werden. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs, das Oberbürgermeister Claudio Griese mit dem Generalmanager Vertrieb bei Real, Karsten Pudzich, geführt hat. Die Filiale in der Stadt-Galerie habe in den vergangenen Jahren hohe Verluste in fast zweistelliger Millionenhöhe eingefahren, so dass aus Sicht von Real eine Schließung voraussichtlich zum 31. Januar 2022 „unumgänglich“ sei.
Griese hatte in einem Schreiben an die Real-Zentrale in Düsseldorf gegen die Pläne, die Filiale in Hameln zu schließen, protestiert. Mit „großer Bestürzung“ habe er die Nachricht des Konzerns aufgenommen, hatte der OB unmittelbar nach Bekanntwerden der Schließungspläne geschrieben und dabei seine große Sorge um die Arbeitsplätze von 72 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Ausdruck gebracht. 
In einer Videokonferenz erläuterte Real-Vertriebsmanager Pudzich jetzt nach Angaben des OB, dass das sich in Auflösung befindende Unternehmen bereits für rund 150 Standorte eine Nachfolgelösung vertraglich habe vereinbaren können, so dass ein Weiterbetrieb durch zum Beispiel Kaufland, Edeka oder Globus gesichert sei. „Die Filiale in Hameln gehört leider nicht zu diesen Standorten“, bedauerte Griese nach dem Gespräch.

Nach den der Stadt vorliegenden Informationen habe der Konzern jedoch bis zuletzt mit weiteren Anbietern aus dem
Lebensmitteleinzelhandel in Verhandlungen gestanden – mit dem Ziel, auch für den Real-Standort in der Stadt-Galerie eine Übernahme zu erreichen und so auch die Arbeitsplätze der Beschäftigten zu sichern. „Während der Dauer dieser Verhandlungen gab es für die Stadt Hameln keine Möglichkeit, mit Real über die Zukunft eines einzelnen Standortes zu sprechen“, erklärt Griese den zeitlichen Ablauf. Er bedauere, dass eine nahtlose Übernahme der Hamelner Filiale mitsamt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch einen anderen Lebensmittelkonzern somit ausgeschlossen sei.
Der Blick des Rathauschefs richtet sich jetzt auf eine Nachfolgelösung für die frei werdende Fläche in der Stadt-Galerie. Laut Griese gebe es bereits Ideen seitens der ECE, die Real-Fläche zukünftig mit neuen Konzepten zu nutzen und dabei die Nahversorgung im Fokus zu behalten. Er werde dazu weitere Gespräche mit dem Centermanagement der Stadt-Galerie und den Vertretern der ECE führen, kündigte Griese an.
Foto: oh/HOerwin56
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