Wesertreppe
Stadt lobt Wettbewerb für Europaplatz und Stockhof aus

Die Füße im Wasser, den vorbeifahrenden Booten zusehen und dem Lärm der Stadt für kurze Zeit entfliehen – das klingt zu schön, um wahr zu sein? Nicht ganz, denn wenn alles nach Plan läuft, können Besucher ab 2025 am Weserufer flanieren und die Füße ins Wasser halten. Die Stadt möchte für die Umgestaltung des Europaplatzes und des Stockhofes einen städtebaulichen Wettbewerb ausloben, die Vorlage geht jetzt in die entsprechenden Gremien.
Das Projekt ist Teil der geplanten Weserufer-Umgestaltung, die 2017 vom Rat beschlossen worden war. Inzwischen konnte ein erstes Vorhaben umgesetzt werden: Ein neuer Spielplatz auf dem Werder ist fast fertiggestellt. Als nächstes soll es im Bereich Europaplatz/Stockhof weitergehen. Das insgesamt 1,5 Hektar große Gelände soll zu einem zentralen Erholungsgebiet ausgebaut werden. „ Bereits im Rahmen des Zukunftsprojektes `Hameln2030` hatten viele Bürger diesen Wunsch geäußert“, erläutert Oberbürgermeister Claudio Griese. Eine „Wesertreppe“ und mehr Sitzgelegenheiten stehen ganz oben auf der Wunschliste.

Die Hürden für Wettbewerbsteilnehmer sind hoch: Büros müssen Konzepte für eine ganzheitliche Aufwertung des Weserufers einreichen. Es geht um ein einheitliches Gestaltungskonzept nicht nur für den Bereich Europaplatz/Stockhof, sondern auch für spätere Sanierungsabschnitte. „Die Weser soll erlebbar gemacht werden“, formuliert Griese das Ziel.
Durch die Corona-Pandemie haben sich die Planungen etwas verzögert, wenn nun alle Gremien zustimmen, kann der Wettbewerb im Frühjahr 2021 starten. „Es stehen Haushaltsmittel in Höhe von 25.000 Euro für den Wettbewerb zur Verfügung, wir sind also startklar“, sagt Griese. Baubeginn könnte dann wahrscheinlich im Jahr 2023 sein, denn vorher müssen noch Fördermittel beantragt und Detailplanungen ausgeführt werden.

Damit sich möglichst viele Hamelner bei den Planungen wiederfinden und weitere Ideen einbringen können, lädt die Stadt am Freitag, 11. September, zwischen 11 Uhr und 17 Uhr zu einer Bürgerbeteiligung ein. Nähere Einzelheiten gibt die Stadt noch bekannt.

Foto: oh/NickyPe

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