André ist 80 Jahre alt und an Alzheimer erkrankt. Sein Alltag verwandelt sich mehr und mehr in ein verwirrendes Labyrinth.

André ist 80 Jahre alt und an Alzheimer erkrankt. Sein Alltag verwandelt sich mehr und mehr in ein verwirrendes Labyrinth: Die Welt, in der seine Biographie entstanden ist, verlischt langsam.


Vater, ein mit europäischen Theaterpreisen überhäuftes Stück, liefert mit einem beklemmend authentischen Ernst Wilhelm Lenik in der Hauptrolle eine exzellente Studie des langsamen Entschwindens in das Reich des Vergessens und hinterlässt einen starken Eindruck, der lange nachhallt. Dazu trägt auch die ungewöhnliche Erzählstruktur bei: Die geschickt konstruierte Handlung wird aus der Erlebniswelt des zunehmend verwirrten 80-Jährigen erzählt, so dass das Publikum ihn auf diese Weise in seine Welt zwischen bitterer Tragik aber auch höchst befreiender Komik begleiten kann und muss.

Tragikomödie von Florian Zeller
Regie: Rüdiger Hentzschel
Mit Ernst Wilhelm Lenik in der Titelrolle
Altes Schauspielhaus Stuttgart
Euro-Studio Landgraf

Am Sonntag, 22. März 2020, um 17.00 Uhr im Theater Hameln, Sedanstraße 4. Mehr unter www.theater.hameln.de.
Sonntags-Abo und freier Verkauf!

Pressestimmen:
Ernst Wilhelm Lenik als André spielt seine Figur bis in ihre tragischen Winkel hinein aus: Das vehemente Nicht-Wahrhaben-Wollen des eigenen Zerfalls wird zu einem teils rührend verzweifelten, teils geradezu komischen Leitbild seiner Interpretation.
(Sabine Fischer, Stuttgarter Zeitung / Stuttgarter Nachrichten, 7.11.2016)

Mit einer (…) einnehmenden, mitunter provozierenden Leichtigkeit spielt Ernst-Wilhelm Lenik großartig, bewegend und nuanciert den alternden André in allen feinen Wandlungen (…) Ihm gelingt das Kunststück, dass seine Figur mit spitzbübischem Charme seine Umgebung für sich einnimmt und gleichzeitig mit verletzenden Bosheiten vor den Kopf stößt.
(Jochen, Lewin, Mindener Tageblatt, 15.3.2017)

(…) Das Stück findet (…) die richtige Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Humor. (…) Das Bühnenbild (…) unterstützt die Szenerie hervorragend durch minimalistische (…) Aufbauten, die so eine kühle und zuweilen beklemmende Atmosphäre widerspiegeln. Licht und Musikeffekte unterstreichen passgenau die Handlung. Dem sechsköpfigen Ensemble sei gedankt für einen gehaltvollen Theaterabend und das gelungene Umsetzen des klugen Stückes.
(Dorothea Koschmieder, Borkener Zeitung, 15.3.2017)

Foto: oh/© Sabine Haymann

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