11. Hamelner Tanztheatertage

Auch in dieser Saison werden die 11. Hamelner Tanztheatertage mit einem „Community Dance Projekt“ eröffnet. Tanzfreudige jeden Alters präsentieren am 1. März die einzigartige Choreographie „Tanzwärts! Mit allen Sinnen“ auf der Bühne des Theaters Hameln. Foto: oh/Veranstalter/Archiv/©Bettina Stöß

Der Monat März steht im Theater Hameln ganz im Zeichen der 11. Hamelner Tanztheatertage, die vom 1. bis zum 11. März stattfinden.

Bereits zum zweiten Mal feiert das Theater am 1. März die Premiere eines Community Dance Projects, bei dem Schüler/innen zweier Sprachlernklassen Hamelner Schulen sowie ca. 30 tanzbegeisterte Laien unter Anleitung zweier Choreographen ein Tanzstück zum Thema „Mit allen Sinnen“ erarbeiten. Gastspiele des Tanztheaters Staatstheater Braunschweig, des Bayerischen Junior Balletts und einer Tanzproduktion der jungen Sardin Sara Angius runden das Programm ab.

Nach dem großen Erfolg in der Spielzeit 2018/19 haben zum zweiten Mal Tanzfreudige jeden Alters im „Community Dance Project“ Gelegenheit, mit Haut und Haar in die Welt des Tanzens einzutauchen. Unter der Gesamtleitung von Gregor Zöllig, Chef-Choreograph des Tanztheaters am Staatstheater Braunschweig, und der künstlerischen Projektleitung von Tiago Manquinho wird in Zusammenarbeit mit den Tänzerinnen und Tänzern eine einzigartige Choreographie entstehen – „Tanzwärts! Mit allen Sinnen“.

„Temperament auf 32 Beinen“ und „tollkühne Sprünge von rasanter Virtuosität“: Das Bayerische Juniorballett aus München präsentiert im Rahmen der Hamelner Tanztheatertage am 8. März bezaubernde Werke international renommierter Choreographen. Foto: oh/Veranstalter/©Wilfried Hösl

Durch eigene Tanzerlebnisse werden die Mitwirkenden Tanz sehen, verstehen und vor allem ihre Kreativität entfalten lernen.

Ganz nebenbei erfahren Sie dabei ihren Körper auf neue Art und Weise und erweitern die eigenen Grenzen. Das Tanzprojekt wird am Sonntag, 1. März, um 17:00 Uhr auf der Bühne des Theaters Hameln (Rathausplatz 5) präsentiert.

Am Mittwoch, 4. März, führt das Tanztheater Staatstheater Braunschweig das Tanzstück „Grauzonen“ für Jugendliche und Erwachsene auf (11:30 Uhr).

Junge oder Mädchen? Frau oder Mann? Niedlich oder cool? Wer oder wie wir sind, ist oft (Selbst) Inszenierung und Interpretation. Die Grenzen zwischen den entstehenden Selbstbildern und Rollenmustern sind fließend. In der digitalen Welt lösen sich zudem die zeitlichen und räumlichen Grenzen der Selbstbilder auf, und die Unterscheidung von realer Welt und fiktionaler Vision wird zunehmend schwieriger.

Henrietta Horn zeigt in ihrer Choreographie „Grauzonen“ die Bereiche auf, die zwischen den scheinbar klar definierten Selbstbildern und Rollenmustern liegen. Sie erkundet eben die Grauzonen zwischen dem, was als „normal“ festgelegt wird und dem, was jenseits davon liegt und in seiner Vielschichtigkeit vielleicht der eigentliche Ort des „Normalen“ ist.

11. Hamelner Tanztheatertage

Henrietta Horn zeigt am 4. März in ihrer Choreographie „Grauzonen“ die Bereiche auf, die zwischen den scheinbar klar definierten Selbstbildern und Rollenmustern liegen.
Foto: oh/Veranstalter/©Bettina Stöß

Es folgt am Freitag, 6. März, das Tanzstück „Vom Sinn der Sinnlichkeit“ von Gregor Zöllig (19:30 Uhr). Tanzen ist pure Sinnlichkeit!

Das Spüren des eigenen Körpers, die Berührung des Partners oder der Partnerin. Das Hören der Musik, die Betrachtung von Bewegung: Alle Sinne werden angesprochen, und es entsteht im besten Fall eine Harmonie der Sinne, die uns mit der Welt in Einklang bringt. Doch funktioniert diese Erfahrung von Sinnlichkeit noch in unserer zunehmend digitalisierten Welt? Zwar sind wir einer Flut von besonders visuellen Eindrücken ausgesetzt, die uns aber eher isoliert als dass sie uns mit anderen Menschen zusammenbringt. Gemeinsam mit seinen Tänzerinnen und Tänzern begibt sich Gregor Zöllig in seinem neuen Stück auf die Suche nach der wahren Sinnlichkeit, die das Menschsein ausmacht.

„Temperament auf 32 Beinen“ und „tollkühne Sprünge von rasanter Virtuosität“: So wird das Bayerische Juniorballett aus München charakterisiert. Die jugendliche Compagnie (vormals Bayerisches Staatsballett II) setzt sich aus 16 klassisch ausgebildeten Tänzerinnen und Tänzern zwischen 17 und 22 Jahren zusammen.

Die künftigen Solotänzer der klassischen Compagnien werden aus 400 internationalen Bewerbern ausgewählt und tanzen zwei Jahre lang unter Ivan Liška, dem Künstlerischen Leiter des Juniorballetts.

Das Repertoire der Compagnie besteht aus Werken international renommierter Choreographen. In Hameln zeigt das Bayerische Juniorballett am Sonntag, 8. März, einige dieser Choreographien (17:00 Uhr).

Ein sogenanntes „Auswärtsspiel“ gibt am Mittwoch, 11. März, mit dem Stück „The Shape of Water“ von Sara Angius um 19:30 Uhr in der Sumpfblume (Am Stockhof 2a). Unsere Zeit unterliegt permanenten Veränderungen. Existenzielle Fragen beschäftigen uns: Wo gibt es bei der Annäherung an andere Kulturen die größten Herausforderungen, und wo entstehen die größten Chancen für einen Neubeginn? Können sich Menschen an neue äußere Umstände anpassen, so wie es das Element Wasser zu vollbringen vermag?

Wie gehen wir Menschen mit den Herausforderungen um, ohne dabei unsere Identität zu verlieren? Fragen, denen Sara Angius tänzerisch nachgeht. Die in Braunschweig lebende junge Italienerin absolvierte ihre zeitgenössische Tanzausbildung am Accademia Dance-Haus in Mailand. „The Shape of Water“ war 2017 ihre erste abendfüllende Choreographie, die 2018 auf internationalen Wettbewerben und Festivals in Palermo und Padua gezeigt und ausgezeichnet wurde.

 

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